Der Rennsteig des Thüringer WaldesDer Thüringer Wald ist ein waldreiches Mittelgebirge in Mitteldeutschland, zwischen der oberen Werra und dem Thüringer Becken. Er geht westlich der Schwarza in das Thüringer Schiefergebirge über. Die höchsten Gipfel sind:
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Der Rennsteig verläuft auf dem Kamm des Thüringer Mittelgebirges von Nordwest nach Südost in ca. 500-950 Meter Höhe. Er beginnt in Hörschel an der Werra bei Eisenach. Wenn man von Eisenach kommt, erreicht man Hörschel über den Radwanderweg "Thüringer Städtekette" nach etwa 9 km in westlicher Richtung. Man kann aber auch mit der Bahn dorthin gelangen. Hörschel hat eine eigene Bahnstation. Hörschel (Höhenlage 196 m) ist ein kleiner Ortsteil der kreisfreien Stadt Eisenach an der Mündung der Hörsel in die Werra. |
| Die Länge des Rennsteigs wird offiziell mit 168,3 km, der Radwanderweg des Rennsteigs mit 195 km, bzw. 198 km angegeben. Auf den Hinweistafeln findet man oft 171 bzw. 170 km verzeichnet. Nach meinen Messungen ist er 170,01 km lang. Ich hatte zur Messung einen "BIKE COMPUTER TOPLINE" vom Typ BC 906 benutzt. Im Jahre 1901 erfolgte durch den Arnstädter Gymnasialoberlehrer Prof. Dr. Johannes Bühring die Entfernungsmessung des Rennsteiges mittels des "Jacobischen Meßrades", welches von J. Sönnecken in Bonn hergestellt worden war. Danach war der Rennsteig 168,1 km lang. Die Messung mittels eines sogenannten "Beederschen Fahrradcyklometers", welche im Frühling desselben Jahres erfolgt war, hatte eine Länge von 167,850 km ergeben. Im Jahre 1902 wiederholte Prof. Dr. Johannes Bühring die Entfernungsmessung, diesmal mit einem noch zuverlässigeren "Handmeßrad von Pretsch" aus Jena. Diese Messung ergab eine Länge von 171,440 km. Die Markierung auf dem Rennsteig ist fast immer sehr gut und meist mit einem weißes R gestaltet. |
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Der Rennsteigradwanderweg trägt folgendes Logo: |
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Entlang des Rennsteiges gibt es ca. alle 5 bis 10 Kilometer kleine, offene Schutzhütten.
Der Rennsteig führt vorbei an ca. 1300 Grenzsteinen und 13 Dreiherrensteinen, die von ehe-maligen Ländergrenzen berichten. An den Steinen befindet sich meist die Jahreszahl des Steinsetzens. An den Dreiherrensteinen stießen die Territorien dreier Länder aneinander. Zum ersten Mal wurde der Rennsteig in seiner Gesamtheit und heutigen Verlauf, von dem gothaischen Offizier und Topographen Julius von |
| Plänckner, 1830 beschrieben, nachdem er die Strecke in 44 Stunden in 5 Tagesetappen erwandert hatte. Große Teile des Rennsteigs waren deutsch-deutsches Grenzgebiet und auf der DDR-Seite Sperrgebiet. Seit dem 28.4.1990 ist der Rennsteig wieder in seiner ganzen Länge begehbar. Das Radfahren auf dem Rennsteig |
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Es gibt viele Klagen von den Rennsteigwanderern, über das Benutzen des Rennsteigs durch Radfahrer. Die Vorwürfe werden in der Tat zu Recht erhoben. Es gibt leider viel zu viele Rad-"Wanderer" auf dem Rennsteig, die das Wort "Rennen" etwas zu wörtlich nehmen und auf dem Wanderweg entlang "brettern", ohne jede Rücksichtnahme auf Andere. Solche Raser wollen wir auf dem Rennsteig nicht haben. Meine Freundin und ich, wir sind stets mit vernünftigem Tempo gefahren und haben uns betont langsam den Wandergruppen bzw. einzelnen Wanderern genähert. |
| Da sich echte Rennsteig-Wanderer grüßen, kam es nicht selten auch zu kurzen Unterhaltungen. Das ist es, was wir unter einer Rennsteig-Radwanderung verstehen.Die "Rennsteig-Raser" sind fast ausnahmslos junge Leute, die sich doch bitteschön ein anderes Betätigungsfeld für ihre angestaute Energie suchen sollten. Das Radfahren auf dem Rennsteig dürfte nur solchen Radfahrern erlaubt sein, die ein vernünftiges Tempo einhalten. Der "Fußwanderer" muß uneingeschränkt "Vorfahrt" haben. So ließen sich Unfälle und das unangenehme Erschrecken der Wanderer vermeiden. Dies sollte auch für die Benutzer des Radwanderweges gelten, der ja nicht selten mit dem Fußwanderweg identisch ist. |
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