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Kurzer chronologischer Ablauf der Ortsgeschichte
Zeittafel
1552
Das „Hohe Kreuz“ (Steinkreuz) wurde errichtet.
1610
Am Galgenrand, ganz in der Nähe der Hohen Kreuzes befand sich die Richtstätte von Stadtilm. Am 8.8. wurde dort Lorentz Antonius wegen Unzucht „zusamt der Hur“ verbrannt. Am gleichen Tag henkte man Hans Knorr aus Kleinliebringen „um begangener Dieberein willen“.
1802
Am 25.3. bekam Johann Georg Abendroth (Hohes Kreuz.) vom Fürst Günther Friedrich Carl das "Privilegium zur Errichtung eines Gasthofes an der Stadtilmer Straße bey dem hohen Kreutze unweit Niederwillingen".
1823
Der „Schriekelische Gasthof“ auf dem Hohen Kreuz, bestehend aus Wohnhaus, Stall, gepflasterter Hof, Garten und die Hälfte des Löpsbrunnens, wurde am 10.2. versteigert. Der neue Eigentümer hieß Brünnert.
1824
Am 1.8. fand im Gasthaus Hohes Kreuz (Brünnert) ein „solennes Vogel- und Scheibenschießen“ statt.
1835
Am 4.10. war "Kirmse" auf dem Hohen Kreuz.
1838
Die Besitzerin des Gasthofes am Hohen Kreuz, Frau Johanna Elisabeth Margarethe Martin geb. Brünnert, erhielt am 1.3. vom Fürst Günther Friedrich Carl für sich, ihren Erben und allen künftigen Besitzern das Recht, „Bier zu brauen und zu verschenken, Reisende aufzunehmen und zu beherbergen und überhaupt alles, was zum Betrieb einer Gastgerechtigkeit gehört auszuüben befugt seyn soll“.
1846
Z. M. Brünnert vom Hohen Kreuz verkaufte am 28. Oktober seine Ziegelhütte.
1852
M. Brünnert vom Hohen Kreuz kaufte das „Ziegeleigeschäft“ zurück und eröffnet am 29.6. neu. Er verkaufte auch wieder Lederkalk.
1856
Im Juni gab es zahlreiche starke Gewitter. Auf dem Hohen Kreuz schlug mehrfach der Blitz in Bäume ein.
1871
Kanonier Adelbert Vogler vom Hohen Kreuz kehrte am 22.6. aus dem deutsch-französischen Krieg zurück.
1893
Das noch unfertige Willinger Bahnhofsgebäude wurde bei einem orkanartigen Sturm Mitte September umgeworfen. Einzelne Bauhölzer wurden später im Ort Hohes Kreuz gefunden.
1899
Am 29.10 brach im Ort Hohes Kreuz Feuer aus. Der Strohschober des Herrn Brünnert brannte ab.
1910
Am 1.5.1910 fand in Stadtilm eine gut organisierte Arbeiter-Maifeier der Sozialdemokraten statt, die um 7.00 Uhr mit einem Spaziergang vom „Schießhaus“ nach dem „Hohen Kreuz“ begann.
Ein schweres Unwetter tobte am 14., 15. und 16.5. in Stadtilm und Umgebung mit wolkenbruchartigem Regen, starkem Hagelschlag und Überschwemmungen. Hagel-“Körner", groß wie Taubeneier, gingen nieder. Die umliegenden Äcker, besonders im Kirchtal und in Richtung Hohes Kreuz, wurden durch das Wegschwämmen der Ackerkrume auf Jahre geschädigt. Das mit Muttererde angereicherte Schmutzwasser wälzte sich durch die Straßen von Stadtilm.
Mit Stichtag vom 1.12. hatte der Ort Hohes Kreuz 22 Bewohner.
1919
Der während des 1. Weltkrieges in Gefangenschaft geratene Willi Brünnert kehrte in sein Dorf Hohes Kreuz zurück.
1922
Die große Radfernfahrt des „Bund Deutscher Radfahrer“ von Eisenach nach Leipzig (266 km) am Sonntag, dem 27.8., führte auch zwischen 6.30 und 7.30 Uhr über Hohes Kreuz - Stadtilm.
1931
Am 27.9. fand in Stadtilm Hotel „Zur Post“ eine „erweiterte lokale Kaninchen-Ausstellung“ statt, an der auch die Vereine Hohes Kreuz und Niederwillingen teilnahmen.
1933
Am Sonntag, dem 9.7., hielt der Brieftauben-Verein „Reise-Brieftauben-Verein Ilmtal“, Stadtilm eine probagandistische Veranstaltung auf dem Hohen Kreuz ab. Um 14.00 Uhr fand ein Massenauflaß von Brieftauben, verbunden mit Preisschießen und Kegeln statt.
1936
Wegen einer Truppenübung passierten viele Militärfahrzeuge am 1.9. in Richtung Stadtilm unseren Ort, darunter auch Panzer. Das Biwak der motorisierten Einheiten, das am Abend aufgeschlagen wurde, hat den Gasthof „Hohes Kreuz“, die sogenannte „Putze“ zum Mittelpunkt.
1945 Die Amerikaner nahmen den Ort Hohes Kreuz am 11.4. kampflos ein.
In der Nacht vom 11. zum 12.4. wurde Stadtilm aus Richtung Tännreisig und Hohes Kreuz unter Artilleriebeschuß genommen. Mehrere Häuser Stadtilms bekammen Volltreffer ab, einige gerieten dadurch in Brand.
1960
Die Gründung der LPG „Hohes Kreuz“ Typ I geschah am 26.3.
Der Ort Hohes Kreuz hatte 27 Einwohner.
1962
Die LPG „Hohes Kreuz“ schloß sich mit der LPG Stadtilm zusammen. Name: „Seid bereit“ Typ III.
1964
Hohes Kreuz hatte 27 Einwohner.
1965
Der Elektromonteur Manfred Grießler aus Stadtilm kam am 6. 10. um 19.35 Uhr bei einem Verkehrsunfall zwischen „Hohes Kreuz“ und Stadtilm am km 9,5 ums Leben.
1969
Der Ortsteil Hohes Kreuz erhielt Trinkwasser über die Trinkwasserversorgung Stadtilm.
1970 Der Ort Hohes Kreuz bekam eine moderne Straßenbeleuchtung.
Mit Stichtag des 31.12. wohnten im Ort Hohes Kreuz 6 Familien mit insgesamt 27 Personen.
1971
Hohes Kreuz hatte am 31.12. genau 28 Einwohner, davon 6 Altersrentner.
1973
Die Stadtverordnetenversammlung Stadtilms beschloß am 13.11. die Eingemeindung der Niederwillinger Ortsteile Hohes Kreuz und Morgenleite.
1975
Am 31.7. genehmigte der Kreistag Arnstadt, die Ausgemeindung der Ortsteile Hohes Kreuz und Morgenleite aus Niederwillingen und die Eingemeindung nach Stadtilm.
1993
Ab 1.7. gelten in ganz Deutschland neue Postleitzahlen. Stadtilm, Oberilm und umliegende Dörfer bekamen die 99326 (vorher, seit 1964 hatte Niederwillingen die 5211, in der Übergangszeit seit der Wiedervereinigung die 0-5211). Eigenartigerweise bekam der Ort Hohes Kreuz die 99310, wie Arnstadt, was bekanntlich 10 km entfernt liegt.
1994
Die Bürger des Ortsteiles Hohes Kreuz entschieden sich in einer Abstimmung darüber, ob ihr kleiner Ort weiterhin zu Stadtilm oder, wie früher, wieder zu Niederwillingen gehören sollte. Das Ergebnis lautete: 12:10 Stimmen für den Anschluß an Niederwillingen. Hohes Kreuz gehörte damit seit 1.1.1994 wieder zu Niederwillingen.
Am Hohen Kreuz wurde im Januar eine Hinweistafel aufgestellt.
1995
Am 19.11. sichtete ein Ehepaar vom Hohen Kreuz aus, ein unbekanntes Flugobjekt (UFO) welches sich völlig lautlos und mit hoher Geschwindigkeit von Marlishausen in Richtung Stadtilm bewegte und dort verschwand.
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